Sonntag, 16. August 2026

1625 - Musketier fertig geladen

 
Die Muskete löste die Arkebuse ab. Sie war deutlich länger, die Geschosse erreichten eine höhere Mündungsgeschwindigkeit und erzielten damit eine größere Reichweite und Durchschlagskraft. Von ihrem ersten Erscheinen auf dem Gefechtsfeld am Ende des 16. Jahrhunderts entwickelte sie sich schnell zur neuen Hauptwaffe der Infanterie. Als Stichwaffe blieb Anfang des 18. Jahrhunderts nur noch das auf die Muskete aufgesetzte Bajonett für den Einbruch übrig.

Früher war es sehr üblich den einzelne Waffenarten Tierbezeichnungen zu geben. Der Name leitet sich aus dem Italienischen „mosca“, die Fliege oder „moschetto“, der Sperber. Dies soll vermutlich auf die zustechende Flieg oder die Geschwindigkeit des Sperbers hindeuten. 

Üblicherweise wurden größere Gruppen von Musketieren gebildet, so dass ein beständiges Feuer gegen den Feind einsetzte, wobei immer jemand schoss, während andere nachluden/stopften. Im 16. Jahrhundert trugen die Söldner eine recht bunte Kleidung, die Aufmerksamkeit erregte. Eine einheitliche Uniform wurde erstmals durch Gustav Adolph von Schweden eingeführt. Aber in dem langen Krieg wurde des nicht aufrechterhalten, sondern jeder trug, was er bekommen konnte; auch vom gefallenen Feind. Farbige Armbänder galten als Erkennungszeichen.

Diese schöne Figur stammt aus der Offizin Zinnfiguren-Fleesensee.

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