1625 - Musketier fertig geladen

Die Muskete löste die Arkebuse ab. Sie war deutlich länger,
die Geschosse erreichten eine höhere Mündungsgeschwindigkeit und erzielten
damit eine größere Reichweite und Durchschlagskraft. Von ihrem ersten
Erscheinen auf dem Gefechtsfeld am Ende des 16. Jahrhunderts entwickelte sie
sich schnell zur neuen Hauptwaffe der Infanterie. Als Stichwaffe blieb Anfang
des 18. Jahrhunderts nur noch das auf die Muskete aufgesetzte Bajonett für den Einbruch übrig.
Früher war es sehr üblich den einzelne Waffenarten
Tierbezeichnungen zu geben. Der Name leitet sich aus dem Italienischen „mosca“,
die Fliege oder „moschetto“, der Sperber. Dies soll vermutlich auf die
zustechende Flieg oder die Geschwindigkeit des Sperbers hindeuten.
Üblicherweise wurden größere Gruppen von Musketieren
gebildet, so dass ein beständiges Feuer gegen den Feind einsetzte, wobei immer jemand schoss, während andere nachluden/stopften. Im 16.
Jahrhundert trugen die Söldner eine recht bunte Kleidung, die Aufmerksamkeit erregte. Eine einheitliche Uniform wurde erstmals durch Gustav
Adolph von Schweden eingeführt. Aber in dem langen Krieg wurde des nicht
aufrechterhalten, sondern jeder trug, was er bekommen konnte; auch vom
gefallenen Feind. Farbige Armbänder galten als Erkennungszeichen.
Diese schöne Figur stammt aus der Offizin Zinnfiguren-Fleesensee.
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