Dienstag, 20. Oktober 2020

 

1327 - Der Name der Rose

 

Dieser Film wird ewig mit dem Kloster Eberbach verbunden bleiben. 1986 verfilmte der Regisseur Jean-Jacques Annaud das Buch des italienischen Wissenschaftlers und Schriftstellers Umberto Eco, das ein Welterfolg war. Alle Innenaufnahmen des Filmes entstanden in monatelanger Arbeit im Rheingau. Viele Szenen wurden in der Fraternei, dem Laiendormitorium und der Basilika gedreht. Die Außenaufnahmen erfolgten mit einem Kloster in einer einsamen italienischen Bergregion, aber es geht auch am Ende in Flammen auf.

Der Schauspieler Sean Connery stellt den Hauptakteur des Filmes dar. Der Franziskanermönch William von Baskerville besucht mit seinem jungen Gehilfen, dem Novizen Adson von Melk, eine Benediktinerabtei im ligurischen Apennin, um an theologischen Diskussionen teilzunehmen, in der es am Ende Machtpositionen der Kirche, der Mönchsorden und des Kaisers geht.

Der Abt bitte ihn, der als besonders scharfsinnig bekannt ist, einen Todesfall aufzuklären, dabei kommt es dann zu vier weiteren Toten. Um diesen Kriminalfall spinnt sich eine interessante Abhandlung mit vielen Aspekten des Kirchenlebens im Mittelalter mit Häresie, Inquisition und Machtspielen. Am Ende geht es um ein vergiftetes Buch in der Bibliothek des blinden Bibliothekars.   

Connery soll sich während seines Aufenthaltes sehr bemüht haben, auch die Weinbestände zu reduzieren. Im Kloster entstanden eine Reihe von Schäden, indem man Nägel in Wände schlug oder dergleichen.

Die wunderschöne Figur schuf der spanische Hersteller Andrea Miniatures.    




 

1985 – Schützenpanzer Marder

Im Gefecht der verbundenen Waffen müssen Grenadiere die Panzerverbände immer mit ebenso hoher Mobilität und unter Panzerschutz begleiten können, denn sonst wären diese schutzlos. Deshalb wurde der Schützenpanzer Marder entwickelt.

Mit der Entwicklung wurde 1959 (!) begonnen, bis 1967 wurden vier Generationen von Prototypen gebaut, im Mai 1971 erfolgte dann die erste von insgesamt 2136 Auslieferungen durch Rheinstahl AG und Maschinenbau Kiel (MaK) an die Truppe. Über die lange Nutzungsdauer hat man ihn schrittweise in Kampfwertsteigerungen jeweils den neuen Anforderungen bis zur Ausführung 1A5 angepasst. Aber seit 2015 wird er durch den Schützenpanzer PUMA ersetzt. Außerdem wird auch noch seit 2011 das Radfahrzeug Boxer eingeführt

Der Panzer hatte dann als Besatzung neben dem Fahrer 2 Mann im 20mm-Turm und 7 Mann Absitzstärke. Das Fahrzeug hatte in den ersten Auslieferungsstufen noch ein Heck-MG. Das Gewicht betrug 20to. In den Jahren 1977-79 wurde die Panzerabwehrwaffe MILAN aufgerüstet, die auch abgesessen geführt wurde. Ein Grenadier musste den vier Lenkflugkörpern Platz machen, also reduzierte sich die Gruppenstärke auf 6 Mann. Geräumig war es nie im hinteren Kampfraum. Mit dem Lafettenturm war das Fahrzeug unangenehm hoch, die Optik lag ca. 0,5m tiefer.  

Es gab sogar Exporte nach Chile, Indonesien und Jordanien.

Diese Figur schuf Rudolf Grünwald, wie so oft gravierte sie sein Sohn Rolf. Ich malte diese Figur für einen Mitarbeiter an, der Panzergrenadier war. 


Sonntag, 11. Oktober 2020

 1840 - Das Gasthaus zur Glocke



Das älteste heute noch in Eltville in der Marktstraße betriebe Gasthaus ist das „Gasthaus zur Glocke“. Es wird 1635 erstmals in einem Ratsprotokoll erwähnt. Diese bezieht sich auf eine Strafzahlung von 5 Gulden, weil man Wein aus Lorch verzapft hat, also nicht die Regel des Weines aus eigenen Anbaugebieten beachtet hatte. Das Gasthaus wird dann später noch häufiger erwähnt. Noch älter waren nur das „Gasthaus zun dreyn Creutzenn“ und das „Haus zur untersten Laube“ oder zur Krone (hier wechselt der Name). Das ein Haus stand quasi, wo 1888 der Anbau an das Haus Rose erfolgte und das zweite wo heute das Eltz‘sche Herrenhaus steht. Das Haus wird heute als Cafè betrieben.

Wir sehen spät abends die Gäste sich von dem Wirt und seinen Angestellten sich verabschieden. Mancher hat schon etwas mehr getrunken. Links stehen ein paar am Fass und diskutieren, der Nachtwächter deutet mit dem Licht an, dass es Zeit wird.  Rechts schaut ein paar noch verträumt. Die Lampe wird auch verlöscht. Der Küchenjunge hat wohl ein paar Würste mitnehmen wollen, aber der Hund hat sie auch entdeckt. Der Hahn scheint sich durch den Krach gestört.

In früheren Zeiten waren noch keine Rosen an der Hausfront gepflanzt und es waren noch Fensterläden angesetzt. Den Schriftzug, wie er auf einem alten Bild sehen kann, habe ich weggelassen, weil ich Sorge hatte, ihn nicht schön genug schreiben zu können. Auch habe ich angenommen, dass das Haus im Biedermeier noch nicht wieder so schön renoviert worden wäre wie heute.

Die Figuren sind wieder eine bunte Mischung der verschiedensten Herstellen.

 

1850 – Ratsapotheke


Die Ratsapotheke ist die älteste ihrer Art in Eltville. Leider sind mir keine genauen Informationen bekannt.

Die älteste Apotheke im Taunus ist die 1642 zugelassene Adler-Apotheke in Bad Schwalbach.

Die Figuren stammen wieder einmal von Rudolf Grünewald.

 

2008 – Amercian Football


Im Juni 2004 entwickelte der Sportlehrer Jens Ruffert, der selbst in Hamburg an der Uni Football gespielt hatte, die Idee, eine American Football AG an einer Schule zu etablieren. Schon im Dezember 2005 fuhren 35 Schüler des Theodor-Fliedner-Gymnasium (TFG) in Düsseldorf-Kaisersweth nach Roemund, um sich ihre Ausrüstung zu kaufen und starteten nach den erforderlichen ärztlichen Untersuchungen mit dem Training. Im Mai finden unter dem Teamnamen TFG Typhoons auf dem Erweiterungsgelände der LTU Arena (heutige ESPRIT Arena) die ersten Tests gegen die Düsseldorf Panther Rookies statt.

Auch andere Kreise der Schule waren beteiligt, ein Kunstkurs entwickelt Logo-Vorschläge und die Spieler richteten die Internetpräsenz ein. Am Ende eines Jahres des mehr experimentellen Spielbetriebs, bekam Ende 2006 man als erste deutsche Schulmannschaft die Berechtigung, im Tackle-Football am regulären Ligaspielbetrieb des AFV/NRW teilzunehmen. Am 06. Mai 2007 ging man im ersten Spiel in der Jugendaufbauliga (JAL) bei Remscheid Amboss mit 09:32 ziemlich unter. Running Back Artem Shevchuk erzielt aber den ersten Touchdown. Aber schon zwei Wochen später gelang der erste Sieg über die Aachen Vampires. Die erste Saison endete mit einem ausgeglichenen Punkte Konto auf Platz drei.

2008 berechtiget der erste Platz in der Jugendaufbauliga Gruppe Mitte zur Teilnahme an den play-offs. Man gewann als Schulmannschaft (!!) 2008 den GEBAB-Cup und die NRW-Meisterschaft der Jugendaufbauligen 2008 und stieg so in die Verbandsliga auf

2009 ging die Reise weiter: Im Juni beendete man die zweite „Perfect Saison“ (= alle Spiele gewonnen) als NRW-Meister der Verbandsliga und stieg in die Oberliga auf.

Auch 2010 war man nicht zu stoppen und sicherte sich erneut durch die Meisterschaft den Aufstieg in die Regionalliga des AFCV/NRW.

Unglaublicher Weise gelang in 2011 erneut die Meisterschaft (die vierte in Folge!) und man durfte nun in der German Football League Juniors (GFLJ), der Elite-Liga, antreten.

2012 ging man aber auf dem Niveau doch ziemlich unter und kehrte in die Regionalliga zurück. Es wurden jetzt auch weitere Teams in den Altersstufen gebildet, der Spielbetrieb wurde breiter und mit unterschiedlichem Erfolg war und ist man weiter unterwegs.  

Aber alles dieses ginge nicht ohne hoch engagierte Lehrer, Eltern und auch Sponsoren. Allein das Transportproblem ist schon eine erhebliche Hürde.


Die Szene ist nach empfunden dem Spiel gegen die Düsseldorf Bulldozer am 01. Juni 2008 in der kleinen Kampfbahn der LTU Arena, das mit 44:8 gewonnen wurde. Der Wide Receiver Juan Alexander Berthold (21) wird von der Defense niedergerungen, sein Freund Quarterback Robby (Robert Zantow, 10) versucht ihm zu helfen. Als zuschauender Vater holt man manchmal schon tief Luft, wenn sich die Brocken der Defence auf den Sohn werfen.



1300 – Mönchsausbildung



Mönch wird man nicht mit seinem Eintritt in ein Kloster, sondern nach einer entsprechenden Ausbildung. Früher wurden Mönche in der Regel nur Männer aus wohlhabenderen Familien, weil zumeist nur dort Lesen und Schreiben erlernt wurde. Üblicher Weise konnte man auch schon Latein. Über die Aufnahme stimmte die gesamte Gemeinschaft in einem feierlichen Profess ab.

Dann wird der Novize eingekleidet, allgemein üblich war dafür der der 125. August eines Jahres, Marie Himmelfahrt. Danach wird er in einem feierlichen Akt im Kapitelsaal unter Anwesenheit des gesamten Konvents (das waren in Kloster Eberbach bis zu 70 Mönche) aufgenommen. Hierbei wird im vom Abte ein neuer Name zugeteilt. In dem ersten Jahr des Kennenlernen kann der Novize ohne Nachteil auch wieder aus der Gemeinschaft ausscheiden.  Dies geschah wohl recht selten, denn man war von der Familie für dieses Leben bestimmt und versprach sich ja auch selbst davon göttliches Wohlwollen.

Ein Novizenmeister betreut nun die Novizen und unterrichtet sie in allen Aspekten des Klosterlebens, den Ordensregeln und Glaubensthemen. Nach dieser Zeit der Ausbildung erfolgt die Aufnahme in den Orden. Als deren Zeichen vervollständigen sie die Ordenstracht mit dem schwarzen Skapulier (Schürze) und dem schwarzen Zingulum (Gürtel). Aber auch nach dieser Grundausbildung wird der junge Mönch weiter geschult. Hier sehen wir den erfahren Mönch die jungen in Bibeltexten unterweisend.

Heutzutage erfolgt dann eine dreijährige Ausbildung in Theologie oder eine berufliche Ausbildung und dann wird erst das ewige Gelübde abgelegt.


Dienstag, 15. September 2020

 

1730 - Abendspaß im Haus Mies/Markstraße



Diese Haus war ehemals ein Gästehaus der Mönche des Klosters Eberbach in Eltville.. In seinen Ursprüngen stammt das Gebäude wahrscheinlich aus dem 14 Jahrhundert- Es wurde 1739 umgebaut. 

Ich habe nur die rückwärtige Front dargestellt und nicht die vorgelagerten Häuser, wo sich rechts die Unterstellplätze für die Pferde befanden, darüber war eine Zimmer des Kutschers, das man über eine äußere Treppe erreichen konnte.

Während sich der Kutscher um die Pferde kümmert, genossen die Reisenden offensichtlich den Rheingauer Wein. Dabei konnte man schon einmal gerne zur Belustigung sich mit dem Degen messen. Da wundert sich offensichtlich auch der reiselustige Mönch.