Sonntag, 19. Februar 2017


Blücher in Kaub - 31. Dezember 1813


Von seinem Frankfurter Quartier kam Feldmarschall Blücher über Wiesbaden und Langenschwalbach erst am 31. Dezember gegen 16:00 Uhr mit seinem Stab nach Kaub. Ihm wurde das Gasthaus „Zur Stadt Mannheim“ als Quartier zugewiesen. 1780 war dieses herrliche Gebäude durch den Mainzer Hof-architekten Fran Wilhelm Rabaliatti in der Metzgergasse 6 errichtet worden.    


Blücher wird gerade von dem erfolgreichen Weinhändler Daniel Klip als Hausherr begrüßt. Seine Frau schenkt Kaffee an den Husaren-Offizier  des 2. Leibhusaren-Regimentes aus. Blüchers Stabschef der schlesischen Armee, Generalleutnant Gneisenau, schaut der Begrüßung zu, vielleicht interessiert ihn auch mehr die Tochter des Hauses. Der evangelische Pfarrer, bei dem York sein Quartier hat, steht im Hintergrund.









Generalleutnant York gibt als Befehlshaber des I. preußischen Armeekorps gerade die letzten Anweisungen an den Generalmajore Wilhelm von Preußen, den neu ernannten Führer der 8. Brigade, die den Übergang durch Übersetzen mit Booten anführen wird. Ihnen schaut der Stabschef des Korps, Oberst von Zielinksi, zu. Ein Verbindungsoffizier des Garde du Corps pariert links sein Pferd; das Regiment war Teil der 4. Preußischen Armee, die bei Mannheim den Rhein überquerte. Mit dem Fernglas in der Hand gestikuliert rechts Blüchers Adjutant der Generalmajor von der Goltz, den Blücher und Gneisenau sehr schätzten. Zu ihm wendet sich ein Oberjäger der Feldjäger aus dem Stabsgefolge, er hat sich eine zu seiner Uniform nicht gehörige Feldmütze requiriert.

Im Vordergrund beglückwünscht ein Kauber Bürger einen Musketier des 2. Bataillons (rote Schulterklappen) des 14. schlesischen Landwehr-Infanterie Regimentes (gelber Kragen).




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