Montag, 2. Oktober 2017


Das gemeine Badehaus



Wie schon in römischer Zeit gab es auch im späten Mittelalter und in der Renaissance öffentliche Bäder. Sie waren nicht nur der Hygiene, Behandlung von Krankheiten und Körperpflege wegen wichtig, sondern sie dienten ebenso der Unterhaltung. Man traf sich dort und tauschte sich aus. Im öffentlichen  Bereich waren Bäder nach Geschlechtern getrennt. Sie wurden vielfach von Künstlern dargestellt.

1480 wird erstmals eine Badstube in Eltville im Zinsregister der Liebfrauenbruderschaft erwähnt, auch der Erzbischof soll bei seinen Besuchen die Badstub‘ aufgesucht haben, bis er 1555 sein eigenes Bad errichtete. Die letzte „gemeine Badstube“  in der Grabengasse 1 wurde nachweislich 1636 an einen Philipp Schmidt, Barbier aus Kiedrich, verkauft. Dessen Nachkommen hatten noch lange das Haus in Besitz. Ein Bader beschäftigte mehrere Badeknechte und Bademägde.

Die wunderschöne Serie schuf Franz Karl Mohr.


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