01. Dezember 1631 - Schweden erobern das Gebück
Beginnend im 13. Jahrhundert wurde zum Schutze des Rheingaus eine dichte Hainbuchenhecke angelegt. Sie zog sich von Walluf entlang des Wallufbaches auf die Taunushöhen durch das Wispertal bis nach Lorch. Zunächst war die Befestigung recht schwach, aber schrittwiese wurde die Hainbuchenhecke bis zu 30 Meter tief, man hatte die jungen Trieb immer wieder in einander verwoben, so dass sie quasi undurchdringlich war. Teilweise gab es auch Mauerwerke. Es gab 18 Bastionen und Bollwerke entlang der Grenze.
Beginnend im 13. Jahrhundert wurde zum Schutze des Rheingaus eine dichte Hainbuchenhecke angelegt. Sie zog sich von Walluf entlang des Wallufbaches auf die Taunushöhen durch das Wispertal bis nach Lorch. Zunächst war die Befestigung recht schwach, aber schrittwiese wurde die Hainbuchenhecke bis zu 30 Meter tief, man hatte die jungen Trieb immer wieder in einander verwoben, so dass sie quasi undurchdringlich war. Teilweise gab es auch Mauerwerke. Es gab 18 Bastionen und Bollwerke entlang der Grenze.


Erst am 28. November 1631 forderten die Schweden unter Bernhard von Sachsen-Weimar vor Walluf die Übergabe. Mit den spanischen Truppen im Rücken fühlte man sich stark und lehnte ab. Daraufhin führte der Feind einen Scheinangriff auf Walluf, griff aber am 01. Dezember mit Artillerieunterstützung das Bollwerk Molkenborn in Neudorf (heute Martinsthal) am Ortsausgang nach Schlangenbad an. Warum er nicht die Brückenpforte am Wallufbach angriff, ist nicht erkennbar. Böswillige behaupten, es sei auch das Kennwort verraten worden und die Besatzung sei betrunken gewesen.




Aber am Ende verliert man den ungleichen Kampf, die Schweden erobern auch das Kloster Eberbach und erst im Februar 1632 kamen die Kaiserlichen in den Rheingau für kurze Zeit zurück, bis erneut im April die Schweden zurückkehrten. Das Kriegsglück wechselte noch mehrmals, so kamen auch Bayern und schließlich Franzosen.
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