Sonntag, 21. Januar 2018


Lohengrin, 12. Jahrhundert







Neulich stand ich am Rhein in Eltville und ich war mir sicher, Lohengrin schwamm, sein Boot von einem Schwan gezogen, vorbei … oder lag es am Wein ???



Bei der Lohengrin-Sage handelt es sich um die Sage vom “Schwanenritter”. Die Dichtung gehört zu den Dichtungen um den heiligen Gral:

Elsa, die Tochter des Herzogs von Brabant, wird auf der Wartburg dem Grafen Telramund vorgestellt. Sie soll genötigt werden, diesem Herren zu heiraten zu reichen. In einem Gebet bringt Elsa ihre Klage vor Gott, der einen Helfer aussendet. Eine kleine Schelle an Elsas Rosenkranz hat Wunderkräfte. Denn sie wird beim Hofe von König Artus erhört. Am Hofe von Artus streitet man sich, wer Elsa zu Hilfe eilen soll. Im Gralstempel erscheint zu Karlsfreitag indes eine weiße Taube, die eine Hostie vom Himmel bringt. Während die Gralsleute in Bewunderung erstarren, zaubert die Himmelsbotin an der Gralsschale eine Inschrift hervor. Lohengrin ist zum Kämpfer für Elsa aus Brabant vorgesehen.

Lohengrin steigt seinem göttlichen Auftrag folgeleistend auf sein Pferd. Am Ufer begegnet er einem weißen Schwan, der einen Einbaum, ein kleines flaches Boot hinter sich herzieht. Lohengrin besteigt das Boot, das ihn nach Antwerpen führt. Eine Hostie wird auf der Überfahrt zur Nahrung von Schwan und Lohengrin. In Antwerpen wird Lohengrin feierlich empfangen.

Bei der Reichsversammlung in Mainz entscheidet sich Telramunds Klage gegen Elas von Brabant. König Heinrich ruft das Gottesgericht an. Lohengrin besiegt im Zweikampf seinen Gegner Telramund, dem er das Haupt abschlägt. Elsa muss ihm das Versprechen geben, dass sie niemals nach seinem Namen und seiner Herkunft nachforschen wird. Sodann wird in Antwerpen Hochzeit zwischen Lohengrin und Elsa von Brabant gefeiert. Zwei Jungen gehen aus der Ehe hervor. Sie verleben eine glückliche Zeit, doch Lohengrin zieht mit dem König gegen die Sarazenen und gegen Ungarn in den Krieg.

In Lohengrins Abwesenheit säht eine Ritterfrau bei Elsa Zweifel über Lohengrin, sodass in ihr die Neugier nach seiner Herkunft erwacht. Lohengrin konnte die Frage nach seiner Herkunft zwei Mal abwehren. Doch beim dritten Mal nennt er seinen Namen und berichtet dem versammelten Hof von seiner Sendung durch den heiligen Gral.

Lohengrin muss dahin zurückkehren, woher er gekommen ist. Zurück an Artus’ Tafelrunde in der Gralsburg. Kein Klagen und kein Bitten helfen. Lohengrin verabschiedet sich von seiner Familie. Der Schwan erscheint mit dem Einbaum und Lohengrin begibt sich auf die Reise zurück. Seinen Sohn ernennt er noch zum Herzog von Brabant. Elsa bricht in ihrer Klage zusammen und sinkt in die Arme ihres Sohnes Gottfried, der neue brabantische Herzog.


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