Montag, 13. April 2020


Otto II. (* 955; † 7. Dezember 983 in Rom) 




Otto II ist für den Rheingau von überragender Bedeutung, denn er schenkte in der sogenannten Veroneser Schenkung 983 auf dem Reichstag von Verona seinem Erzieher, dem Erzbischof Willigis, den Rheingau. Über 800 Jahre prägten Mainzer Erzbischöfe die Geschickte (siehe auch Diorama Juni 2014) der Region.
 


Otto stammte aus dem Geschlecht der Liudolfinger, sein Vater hatte 956 nach der Ungarn-Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg das deutsche Kaiserreich gründet. Früh hatte er seinen Sohn in die Regentschaft eingebunden, 961 als Mitkönig und 967 als Mitkaiser; er wollte die Nachfolge absichern, obwohl es eine Wahl der Kurfürsten war. Es war offensichtlich sinnvoll, denn als der Vater nach 37jähriger Regentschaft starb, war der Sohn erst 18 Jahre alt.

In seiner Regentschaft ordnete er das Reich im Süden neu, konnte aber Italien nicht sichern, sondern verlor wichtige Schlachten und schließlich erhoben sich auch noch die Slawen wegen des unglücklich agierenden Markgrafen Dietrich, womit die Christianisierung des Osten einen herben Rückschlag erlitt.


Schon mit 28 Jahren verstarb er plötzlich an einer Malariainfektion in Rom. So fügte es sich positiv, dass er schon in Verona auf dem Reichstag den noch dreijährigen Otto III hatte zum König wählen lassen. Damit war dieser der einzige römisch-deutsche König, der südlich der Alpen gewählt wurde. Otto II wurde als einziger Deutscher Herrscher in Rom beigesetzt.

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