1956 – Skivergnügen im Rheingau
Während der Winter 1955/56 recht mild begann, schloss sich
dann im Februar eine Kälteperiode mit z.T. -30
oC an - die kälteste
Temperatur seit der Wetteraufzeichnung in dieser Gegend. Da im Rheingau kaum
Hänge zum Skilaufen bestehen und es noch nicht allgemein üblich war, in
Ski-Urlaub zu fahren, wurde jeder ausgehauene Wingert genutzt. Überalterte
Wingert werden nach der Lese gerodet und bleiben dann teilweise länger als ein
Jahr zur Erholung brach liegen.
Kaum lag der erste Schnee fand man die Wintersportler am
kurzen Hang zwischen zwei Zuwegen. Im Hintergrund stehen Bäume und Büsche an
dem Entwässerungs-graben. Im Vordergrund hat ein Winzer noch die Weintrauben in
der nun erfüllten Hoffnung auf Eiswein (darf bekanntlich erst bei -8oC
gelesen werden) hängen lassen.
Diese wunderschöne Gruppe wurde von Franz Karl Mohr
entworfen und von Bruno Hinsch für das Haus KILIA graviert. Der Hang wurde aus
Styrodur und Styropor aufgebaut und dann mit dem Heißdrahtschneider geformt.
Ein wenig Spachtel glättete ihn. Die Figuren konnten alle mit den Fußbrettchen
eingeklebt werden. Teilweise wurden sie etwas eingearbeitet, da die Figur schon
einen Bergansatz hat. Und dann rieselte der Schnee …