1866 – Neue Uniform nach der Kapitulation
Nach der
Annexion Nassaus durch Preußen wurde den nassauer Soldaten angeboten, in die
preußische Armee überzutreten.
Durch AKO
vom 27.9.1866 wurde das neue Infanterie-Regiment 87 aus Abgaben der 13., 14.,
15. Komp. des Rgt. Nr. 28 und durch die 6., 13., 15. Komp. des Rgt. Nr. 65,
10., 13., 14. Komp. der Rgt. Nr. 68 und 13., 14., 15. Komp. Rgt. Nr. 33 in Köln
am 5.11.66 vereinigt. In Mainz stießen zum Rgt. die Mannschaften des
aufgelösten früheren Nassauischen 1. Inf.-Rgt. In ähnlicher Weise wurde das
Inf.-Rgt. 88 aus Abgaben und den Soldaten des 2. Nassauer Inf.-Rgt. (20
Offiziere, 102 Unteroffiziere, 28 Hoboisten, 18 Spielleute, 273 Mannschaften
gebildet).

Gemäß AKO vom
24.1.1899 soll das Rgt. als eins angesehen werden mit dem früheren Nassauischen
1. Infanterie-Regiment (Stiftungstag 4.3.1809). Das Regiment gehörte zunächst
zur 31. Infanterie-Brigade/Trier als Teil der 16. Division/Trier dem VIII.
Armeekorps/Koblenz (hellblau Schulterklappen, keine Pattenvorstöße, gelbe
Knöpfe) an. Zunächst in der Festung Mainz stationiert, belegte es später die
Eisgrub-Kaserne (Defensionskaserne), Prinz Karl-Kaserne und die
Alexanderkaserne. Der Vorstoß der Ärmelpatte war zunächst hellblau und wurde
1867 gelb.
Wir sehen,
die noch in nassauer Uniformen, aber ohne Waffen, angetretenen Soldaten. Einige
wechseln gerade unter Anleitung der Preußen die Kleidung. Der richtige Sitz
wird kontrolliert. Und nachdem man das Gepäck aufgenommen hat, marschiert man
ab. Offensichtlich noch etwas ungeübt in der neuen Ausrüstung.
So schließt sich die Trilogie:
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| 1866 - Nassauer warten auf die Kapitulation |
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1866 - Gefangennahme von Nassauern nach Gefecht bei Gerchsheim
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