Stierkampf
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Der Kampf gegen Stier wird schon in den 15.000 Jahre alten Zeichnungen in den Höhlen von Altamira in der Nähe von Santander gezeigt. Der Stier ist ein mythisches Symbol, das in sehr vielen Facetten dargestellt wird: Kraft, Gewandtheit, Mut, Fruchtbarkeit ebenso wie Tod und Zerstörung; aber er diente auch als Opfertier. Er gilt als Arbeitstier. Er brachte es auch zum Symboltier der EU, neben dem Sternenkreis. In vielen Kulturen war es ein Zeichen des Mutes, gegen ihn zu kämpfen.
Der heutige spanische Stierkampf entstammt wahrscheinlich aus
den römischen Arenen in Spanien. 1215 werden erstmal „Bullenspiele“ durch den
Bischof von Segovia verboten. Damals war er den Adligen vorbehalten, denn nur
Reiche konnten sich das erforderliche Pferd leisten, da man mit der Lanze
attackierte. Ende des 17. Jahrhunderts kam es zu einer grundlegenden Änderung:
die Reitknechte der Adligen übernahmen das Töten des Stieres. Sie wurden der
Töter des Stieres, der „Mata Torros“. Daraus entwickelte sich der Begriff „Matador“.
Diese „Helden“ können bei Honoraren zwischen 50-180.000 € damit durchaus einen
gesellschaftlichen Aufstieg erreichen. Es entstanden hölzerne Arenen, 2015
waren es noch 425 mit 1.700 Kämpfen. Aber die zunehmende kritische Wahrnehmung verändert
auch hier vieles.
Der Matador kämpft etwa 20 Minuten mit dem Stier. In der
ersten Phase lockt er mit seiner capote (einem großen, meist außen purpurroten
und innen gelben Tuch) den Stier und lässt ihn möglichst elegant an sich vorbei
stoben. Nach dieser Phase des Einschätzens des Stiers wird der Stier durch die dann
einreitenden picadores (Lanzenreiter) mit einem Lanzenstoß im Nacken verletzt. Dies
zwingt den Stier den Kopf abzusenken, was es später dem Matador erlaubt, mit
dem Degen in den Nacken zu stechen. Nun setzen die banderilleros (Helfer mit
bunten, geschmückten Stechlanzen und Tüchern), die banerillas (mit kleinen Widerhaken
gegen Herausrutschen) in die Muskeln zwischen den Schulterblättern des Stiers. In
der letzten Phase nimmt der Kämpfer neben der dunkelroten muletta auch den
Degen. Die Reaktion des Stiers beruht aber nicht auf der Farbe (Rinder sind
rotgrün-blind), sondern der schnellen Bewegung des Tuches. Ziel des matador ist
es, den Stier und seine individuellen Eigenschaften zu nutzen, um den eigenen
Mut, Respekt, aber auch seine eigene Überlegenheit zu beweisen. Das gelingt
aber nicht immer, es kommt immer zu schwersten Verletzungen, wenn der Matador
die Bewegungen des Stiers nicht richtig erahnt. Wenn die Kondition des Stiers
erschöpft scheint, lenkt er den Stier in eine frontale Stellung mit gesenktem
Haupt, um dann den 88 cm langen Degen möglichst bis zum Heft zwischen die
entblößten Schulterblätter zu stoßen und somit Aherz oder Aorta zu verletzen.
Sinkt das Tier dann zu Boden wird es mit einem Dolchstoß getötet.
Diese Figur „Torrero und Stier“ in 80mm wurde von Vladimir
Nuzhdin graviert. Auf der Börse in Kulmbach nahm ich sie 2026 aus einer Bestandsauflösung
mit.




















