Mittwoch, 2. April 2025

1500 - Im Gasthaus

1500 - Im Gasthaus


Im Gasthaus traf man sich zu allen Zeiten.

Wieder eine bunte Mischung von Figuren. Wenn ich noch weitere passende Finde, so werde ich die noch ergänzen.  


Montag, 3. Februar 2025

Der Weg des Weines


 Der Wein wird gelesen, kommt in die Kelter, reift und kann genossen werden, er kommt in Fässern zum Kunden und mancher nimmt zu viel davon und Randaliert.

 

Die schöne Kleinserie stammt aus Offizin B&S Zinnfiguren Leipzig. Nur die bei Figuren links kamen hinzu. .

Dienstag, 14. Januar 2025

Die Stände

Auf der Kulmbacher Zinnfiguren-Börse 2024 fand ich diese vier Groß-Figuren. Auf der Rückseite steht  „Mit freundlichen Grüßen Kreissparkasse Göttingen“.

Leider war ich bisher nicht in der Lage, die Herausgabe näher aufzuklären. Früher befand sich in Göttingen eine größere Zinnfiguren Sammlergruppe, ob sie das anstoßen konnte?

Leider kann ich nicht genau sagen, wie die Figuren zu bezeichnet sind. Ich vermute, es handelt sich um eine Darstellung der Stände und nehme deshalb folgende Zuordnung vor.

Bauer, Handwerker, Bürger und Beamter. Damit fehlen aber Klerus und Adel.













Samstag, 4. Januar 2025

 1914 - „Gold gab ich für Eisen“


Während der Befreiungskriege gegen Napoleon apellierte 1813 Prinzessin Marianne von Preußen (aus dem Hause Hessen-Homburg) an alle Frauen Preußens, ihren Schmuck gegen einfachen Eisen-schmuck zu tauschen, um die fehlenden Finanzmittel für den Feldzug einzubringen. Dafür erhielt man eine Brosche oder Ringe mit der Inschrift GOLD GAB ICH FÜR EISEN. Mit dem Tragen zeigte man seine patriotische Haltung.

Aus gleichem Grund wurde dieser Aufruf im ersten Weltkrieg reaktiviert. Es entstand dadurch ein hoher sozialer Druck. Wenn man weiterhin seinen Goldschmuck trug, verlor man durchaus an Ansehen. Auch Vereine, Kirchengemeinden und anderer Einrichtungen konnten sich dem nicht entziehen und tauschten goldene Insignien. Diese Sammelaktionen begannen erstaunlicherweise schon 1914.

Ich selbst besitze eine entsprechende Halskette der Zeit aus der Familie.

Hier sehen wir eine Sammelaktion in einem Hotelraum. Alle Bevölkerungsschichten beteiligten sich daran. Ein Reservist hat sich noch seine alte „nicht-feldgraue“ Ausgehuniform angezogen und diskutiert über die Notwendigkeit.


1866 - Gefangene Nassauer


Nach der Schlacht von Zorn (12. Juli 1866) wurden die Nassauer Truppen wieder zur Main-Armee transportiert und fochten dort gemeinsam mit den Bayern und Badenern im VIII. Bundekorps gegen die Preußen. Man kämpfte noch, obwohl mit der Schlacht von Königgrätz am 03. Juli 1866 eigentlich der Feldzug entschieden war. So gab es in den Juli-Tagen verschiedene Gefechte. Im Wesentlichen wich man einer größeren Schlacht aus. Am 25. Juli wurde die nassauische Brigade bei Gerchsheim von der 13. Infanterie-Division unter Generalmajor von Beyer angegriffen. Unter dem massiven Artillerie-Beschuss zog an sich zurück. Bei diesem einzigen ernsthaften Gefecht des Krieges verlor das 1. Nassauische Infanterie-Regiment 4 Mann, 26 Mann waren verwundet und 13 Mann vermisst. Hier sehen wir, wie ein Husar des 1. Westphälische Husaren-Regiment Nr. 8 einen Offizier und zwei Soldaten abführt, vermutlich die Vermissten. Mit Vertrag vom 31. Juli kam es zu einem Waffenstillstand und mit dem Vertrag vom 30. August 1866 zogen dann die Nassauer Truppen unter Waffen in Wiesbaden ein und die Armee wurde aufgelöst bzw. wer wollte, trat in preußische Dienste über.

Die schöne Figuren-Gruppe der KLIO-Arbeitsgruppe Einigungskriege stellt eigentlich das Abführen gefangener Dänen durch einen Husaren nach einer Vorlage einer Camphausen Grafik dar. Mit kleinen Korrekturen, vor allem an der Kopfbedeckung wurden daraus Nassauer und die Gruppe damit farblich etwas aufgefrischt – nicht alles blau.

Sonntag, 29. Dezember 2024

Modepaare verschiedener Zeiten

Da fanden sich in meinem Zinnsarg noch einige schöne 70mm-Großfiguren, die alle beidseitig graviert sind. Sie und noch weitere sind alle bei den "Zinnfiguren aus Eschwege" zu beziehen.

 

Paar der Gotik - 1300 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Paar der Renaissance - 1580


Paar der Spätrenaissance - 1630


Dienstag, 3. Dezember 2024

1400 – rund ums Tuch in Lorch

Die wirtschaftliche Blüte von Lorch im Spätmittelalter basierte auf den Webern und Tuchfärbern. 300 Familien waren über die Grenzen des Rheingaus hinaus aktiv. Ein eigenes Zunfthaus stand in der Nähe der heutigen Lindenbrücke. Der Erzbischof förderte die Gewerbe, brachte es ihm doch Geld ein. 

Die Nähe zur Wisper wird gerade den Färbern (rechts unten) nützlich gewesen sein, denn sie verbrauchten für Waschen, Beizen, Färben und Spülen viel Wasser. Sie nutzen ausschließlich Naturfarbstoffe Früchte, Samen, Blüten, Wurzeln, Blätter, Hölzer, Rinden, Kräuter. Die zitronengelb blühende Färberwaidpflanze für den blauen Farbton sieht man heute noch im Tal. Im Hintergrund trocknen die gefärbten Tücher.

Vor den Färbern ist der Tuchrauher tätig, der mit einer Karde das Tuch durch das Walken verdichtete Wolltuch wieder auflockert. Da der Verschleiß an Karden groß ist, liegt ein Vorrat neben ihm.

Links unten sitzt vorne der Kardenmacher. In dem Korb neben ihm liegen die getrockneten Kardendisteln. Sie werden zunächst nebeneinander zu flachen Büscheln geordnet, mit Schnur verzurrt und auf ein Griffgestell mit einem Querholz gebunden.

Da hinter sind die Ballenbinder tätig. Sie verpacken die Tuchwaren in Ballen oder Fässer für den Transport zu den Märkten in Köln, Frankfurt und rheinabwärts bis in die Niederlande. Sie waren zumeist öffentlich eingesetzt und dem Rat verpflichtet, über das verpackte Gut Rechnung zu legen.  

Links oben steht der Tuchscherer bei der Arbeit. Er glättet die vom Tuchrauher aufgerauhte Oberfläche und schneidet herausragende oder überstehende Fäden ab.


Rechts oben ist die Kundschaft, wählt und prüft die Qualität. Da man auf den Packeseln wertvolle Ware mitnimmt, hat man lieber einen Wachmann dabei.

 

 

 

 


Im Rahmen der Glaubensauseinandersetzungen im 16. Jahrhundert bot man seine Dienste dem lutherischen Landgrafen Philipp von Hessen an, wird der Steuern wegen herzlich willkommen und zog nach Katzenellenbogen weiter. 

Die verschiedenen Gewerke werden so vermutlich nicht in einem Haus gearbeitet haben, sondern eher getrennt und die Färber auch im Freien. Aber ich wollte schönen Handwerkerfiguren von Martin Andräe in einem Bild zeigen.

Mittwoch, 20. November 2024

 Modepaar aus verschiedenen Zeiten

Irgwendwie gelangten die folgenden shr schönen Figuren aus der früher Ottizin Sauter in meine Hände. Nicht immer folgte ich der Originalangaben hinsichtlich der Uniformen, sondern nahmdoch lieber preußische Vorbilder.

 

Burgundische Mode - um 1460











 

Offizier der Garde,
Infanterie-Regiment 15 - 1806-1809

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ulanen-Offizier
1. Eskadron Ostpreußische Nationalkavallerie - 1808












 

General vom Brandenburgischen Kürassier-Regiment Nr.3 - 1815


 

 

 

 

 

 

 

Gesangsabend - 1910

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 Modepaar - 1900

 (leider weiß ich nicht mehr den Hersteller)

 

 

 

 

 

 

 

 

Und eine kleine Eule fand sich auch noch:  

Montag, 28. Oktober 2024

1890 - Hessische Truppen im Manöver


Die Offizin Carl hat ein paar wunderschöne Figuren für ein Lagerleben der Kaiserlichen Armee, wenn auch eigentlich dafür ncht gedacht. Nachdem ich einige Truppen des gerade ausgerufenen Kaiserreiches angemalt hatte, wollte ich gerne die hessischen Truppen darstellen. Auf der Börse in Kulmbach fanden sich dann noch einige Ergänzungsfiguren von Dürre und Herfurth sowie anderen und ein paar wurden mir freundlicherweise noch geschenkt. So ist das Lagerleben etwas größer geraten und benötigte eine große Weinflaschenkiste. Die Darstellung ist sicherlich fiktiv, denn diese Zusammenführung wird es so kaum gegeben haben, aber Lagerleben ist immer schön, auch real, und auf einem Bauernhof gibt es noch ein wenig Leben dazu.

Ich habe das Jahr 1890 gewählt, denn 1888 wurde die Trageweise des Mantels geändert. Er wurde von da an auf dem Tornister aufgeschnallt. So kann in einer Übergangszeit sicher davon ausgegangen werden, dass beides vorkam.

Mit dieser zeitlichen Vorgabe musste ich das XI. Armee-Korps in Kassel wählen. Der Großverband wurde nach dem Deutschen Krieg am 11. Oktober 1866 errichtet und hatte sein Generalkommando im nordhessischen Kassel. Sein Verwaltungsbereich umfasste im Wesentlichen die neu gegründete preußische Provinz Hessen-Nassau und die thüringischen Fürstentümer. Das großherzoglich hessische Kontingent trat zum neu gegründeten Korps hinzu. So konnte ich zu Gunsten der Vielfalt die Truppen aus Kassel (Hus 14) und Marburg (Jäger 11) einbinden, aber vor allem die Truppen um Frankfurt, Mainz und Wiesbaden zeigen. Die Detailzuordnung erkennt man immer wieder erst am Kragen, den Schulterklappen und den Ärmelaufschlägen. Allein ein abkommandierter Kürassier aus Deutz ist kein Hesse.

Am 1. April 1899 wurde ein neues Generalkommando in Frankfurt am Main mit dem XVIII. Korps errichtet, womit viele Truppenteile des XI. Korps neu zugeordnet und auch neue Einheiten formiert wurden.

Welchem Truppenteil welche Figur angehört, kann man ermitteln, indem man die Nummer der Figur aus der Draufsicht ermittelt und dann in die Liste schaut. 


 


Freitag, 11. Oktober 2024

1930 -Kartoffelernte und Kartoffelmarkt

 
Kartoffeln sind mit 350-370 Millionen Tonnen weltweit eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, aber auch Futtermittel und für viele Industrieanwendungen nützlich. Sie stammt eigentlich aus den Anden. Bekannte Spuren der Kartoffel lassen sich bis zu 13.000 Jahre zurückverfolgen und man kennt allein in Peru 3.000 Sorten. Der Name dieser Frucht leitet sich aus dem Wort Trüffel ab, dass wiederum aus terrae tuber stammt. Die Samen in den tomatenähnlichen Beeren sind allerdings für Menschen giftig.

Wann genau die Kartoffel im Zuge der spanischen Eroberungen nach Europa kam, ist nicht genau bekannt. Man nimmt die Mitte des 16. Jahrhunderts an. Erste Erwähnungen findet man 1573 in Sevilla in Einkaufsbelegen des Hospital de la Sangre. In Deutschland findet der erste Anbau während der Regierung Ferdinands III. 1647 in Pilgramsreuth im heutigen Oberfranken statt. Aber die Verbreitung scheitert zunächst an mangelnder Bereitschaft der Bauern. Intensiverer Anbau erfolgte in Sachsen ab 1716 und in Preußen ab 1738.

In dem unteren Diorama sehen wir die Bauern bei der Ernte. Der Gutsherr kommt zur Aufsicht zu Pferde. Ein Jäger hat Zeit mit dem Kolonnenführer und dem Kutscher zu plaudern, während die Landfrauen und Kinder die Erdäpfel aufklauben.  

Im oberen Diorama sehen wir den Verkauf auf dem Markt. Im Herbst gab es früher durchaus gesonderte Kartoffelmärkte. Es war auch üblich Kartoffeln über den Winter in größerer Menge im Keller einzulagern, wofür links ein Helfer den Sack wegschleppt. Ein Markt ist aber nicht nur Preisfeilschen, sondern auch Klönschnack.