Samstag, 7. Februar 2026

 

0 – Germanen bei der Eisenverarbeitung in Salzgitter



Unter der Oberfläche des Salzgitterschen Raumes lagern 1,5 Mio. t Eisenerz. Leider ist es erstens in der Tiefe bis 1.000 m und zweitens sehr schwefelhaltig. Damit ist es zu teuer für die heutige Verarbeitung. Es war die Basis für die Gründung der Reichswerke Hermann Göring 1937, der heutigen SALZGITTER AG. Nachweislich haben in meiner Heimat schon vor 48.000 Jahren Menschen gelebt. Vermutlich sogar vor 150.000 Jahren.

Durch Funde in den 30 Siedlungsstätten weiß man, dass die Cherusker um Christi Gebut hier Eisen in s. g. Rennöfen (zu sehen im Museum SZ-Salder) gewonnen haben. Es sind ca. 50 cm hohe, runde Lehmöfen, die unten eine Ofenstich haben, von wo das geschmolzene Eisen in eine Mulde fließt. Da man nur mit Holzkohle feuerte, waren die Temperaturen verhältnismäßig niedrig. Das Eisen war damit eher eine teigige Masse, die noch mit Schlackeresten verunreinigt war. Aber dieses kohlenstoffarme Eisen war als Stahl durchaus zum Schmieden geeignet. Die Erze lassen sich den Gebieten von Calbecht und Haverlah zuordnen.

Wir sehen die Bedienung des Ofens, die Erstellung von Formen und auch die Stahlbearbeitung. 

Der Haufen links ist echtes Eisenerz aus einer Werbepackung der SALZGITTER AG über den Weg des Erzes aus den 60er Jahren. 

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