Montag, 13. April 2026

1866 – Neue Uniform nach der Kapitulation

Nach der Annexion Nassaus durch Preußen wurde den nassauer Soldaten angeboten, in die preußische Armee überzutreten.

Durch AKO vom 27.9.1866 wurde das neue Infanterie-Regiment 87 aus Abgaben der 13., 14., 15. Komp. des Rgt. Nr. 28 und durch die 6., 13., 15. Komp. des Rgt. Nr. 65, 10., 13., 14. Komp. der Rgt. Nr. 68 und 13., 14., 15. Komp. Rgt. Nr. 33 in Köln am 5.11.66 vereinigt. In Mainz stießen zum Rgt. die Mannschaften des aufgelösten früheren Nassauischen 1. Inf.-Rgt. In ähnlicher Weise wurde das Inf.-Rgt. 88 aus Abgaben und den Soldaten des 2. Nassauer Inf.-Rgt. (20 Offiziere, 102 Unteroffiziere, 28 Hoboisten, 18 Spielleute, 273 Mannschaften gebildet). 

Gemäß AKO vom 24.1.1899 soll das Rgt. als eins angesehen werden mit dem früheren Nassauischen 1. Infanterie-Regiment (Stiftungstag 4.3.1809). Das Regiment gehörte zunächst zur 31. Infanterie-Brigade/Trier als Teil der 16. Division/Trier dem VIII. Armeekorps/Koblenz (hellblau Schulterklappen, keine Pattenvorstöße, gelbe Knöpfe) an. Zunächst in der Festung Mainz stationiert, belegte es später die Eisgrub-Kaserne (Defensionskaserne), Prinz Karl-Kaserne und die Alexanderkaserne. Der Vorstoß der Ärmelpatte war zunächst hellblau und wurde 1867 gelb.

Wir sehen, die noch in nassauer Uniformen, aber ohne Waffen, angetretenen Soldaten. Einige wechseln gerade unter Anleitung der Preußen die Kleidung. Der richtige Sitz wird kontrolliert. Und nachdem man das Gepäck aufgenommen hat, marschiert man ab. Offensichtlich noch etwas ungeübt in der neuen Ausrüstung.



















So schließt sich die Trilogie: 

1866 - Nassauer warten auf die Kapitulation



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