Sonntag, 23. August 2026

1750 - Höchster Porzellan

Der aus Meißen stammende Porzellanmaler Adam Friedrich von Löwenfinck und Johann Christoph Götz gründeten 1746 die fürstlich mainzerische Porzellanmanufaktur. Sie ist damit die zweitälteste in Deutschland, auch die einzige in Hessen, denn Fürstenberg bei Höxter ist schon im hannoverischen Gebiet. Vom Mainer Erzbischof Johann Fridrich Karl von Ostein erhielt man mit dem Gründungsprivileg auch die Monopolstellung in seinem Herrschaftsgebiet. Zunächst stellte man nur Fayencen her. Erst mit dem Akanist (Chemiker, der Porzellan herstellt) Johann Kilian Benckgaff und Ofenbauer Josef Ringler stellte man ab 1750 wirklich Porzellan her. Der erste Brennofen stand auf dem nördlichen Stadtwall, etwa in Höhe des heutigen Höchster Marktes. Die Manufaktur selbst befand sich in der Nähe im s. g. Porzellanhof zwischen heutiger Antoniterstraße (früher Rosengasse) und Wied.  Eine sehr wechselvolle Geschichte des Unternehmens führt aber dennoch bis in unsere Tage.

Hier sehen wir, wie die Mitarbeiter die Brände aus den Kisten packen, während eine Kommission des Erzbischofes die ersten Stücke begutachtet. Wenn so hohe Herrschaften kommen, so kann ein wenig Musik nützlich sein.

Die schöne Gruppe stammt von Wolfgang Unger aus Leipzig und zeigt - wie könnte es anders sein - die Ausstellung des ersten Meißner Porzellans zur Leipziger Messe 1710. Wie immer fand ich noch ein paar ergänzende Figuren im Zinnsarg.







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