1631 - Bernhard von Weimar
(* 16. August 1604 in Weimar;
† 18. Juli 1639)

Bernhard von Weimar wurde als 11.Kind des Herzogs Johann III
von Sachsen-Weimar und seiner Ehefrau Dorothea Maria von Anhalt. Da er die Eltern
früh verlor, erzog ihn der Hauslehrer Friedrich Hortleder. Nach kurzer Zeit an
der Universität in Jena verweilte er dann bei seines Verwandten, dem Herzogs
Johann Casimir von Sachsen-Coburg.
Seine kriegerische Laufbahn begann er nach Ausbruch des
böhmischen Krieges unter Ernst von Mansfeld, mit dem er an mehreren Gefechten
teilnahm. Er wechselte 1625 als Oberst zu Christian IV. von Dänemark und nahm
dann am Krieg in Holland teil. Als einer der ersten deutschen Fürsten unterstützte
er 1630 Gustav Adolf von Schweden. Nach den ersten Auszeichnungen bei Werben
wurde er zum Oberst seines Leibregimentes zu Pferde ernannt. So kam er dann im auch in den Rheingau, um
bei Martinsthal das Gebück im Dezember 1631 zu durchbrechen. In der Schlacht
bei Lützen übernahm er nach dem Tode des Königs den Oberbefehl über die
schwedische Armee und vertrieb in den folgenden Monaten die Kaiserlichen aus
Sachsen. Es schlossen sich noch einige siegreiche Schlachten an, bis es in der
Schlacht bei Nördlingen am 6. September 1634 zu einer katastrophalen Niederlage
kam. Bernhard stellte dann in mühseliger Arbeit aus den Resten wieder eine Armee
auf – man nannte sie „Die Weimaraner“. Dieses allerdings sehr schlagkräftige Heer
wurde nun von Frankreich finanziell unterstützt, weswegen er dann 1635 auch in
deren Dienste trat und bis zu seinem Tode zahlreiche erfolgreiche Schlachten
führte.
Mit der Eroberung des Rheingaus waren leider Bernhards
Offiziere die ersten, die sich aus dem Bücherbestand der Eberbacher Bibliothek
bedienten.
Die schöne Figur stammt von KILIA Zinnfiguren.